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Schwere Kämpfe in Mogadischu

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Schwere Kämpfe in Mogadischu

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In Somalia kommt es erneut zu Kämpfen zwischen Armee und islamistischen Milizen, den Schabab. Diese Kämpfe spielen sich im Norden der Hauptstadt Mogadischu ab. Laut Armee wurden dabei heute vierzig gegnerische Kämpfer getötet.

Auf Seiten des Militärs griffen zum ersten Mal Soldaten der afrikanischen Friedenstruppe AMISOM ein. Sie schützen sonst Einrichtungen wie den Präsidentensitz oder den Flughafen; nur bei einem Angriff dürfen sie sich verteidigen. Nach Angaben der Friedenstruppe bestand aber in diesem Fall eine unmittelbare Gefahr. Farhan Asanjo, ein Sprecher der Armee, sagt, man habe die Pflicht, Volk und Land zu verteidigen. Man werde weiterkämpfen, bis die Feinde besiegt seien. Somalias Regierung beherrscht allerdings kaum Gebiete über die Hauptstadt hinaus. Seit dem Sturz eines Diktators 1991 gibt es keine stabilen Verhältnisse mehr. Stattdessen herrscht ein Bürgerkrieg mit ständig wechselnden Fronten. Zehntausende Somalis wurden seitdem getötet, Hunderttausende sind als Vertriebene im eigenen Land auf der Flucht.