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Flüchtinge kehren in das pakistanische Swat-Tal zurück

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Flüchtinge kehren in das pakistanische Swat-Tal zurück

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Nach dem Ende der Offensive gegen die Taliban im nordpakistanischen Swat-Tal haben die ersten Flüchtlinge die Rückkehr in das Gebiet angetreten. Rund einhundert Familien seien auf den Weg gebracht worden, sagte ein Regierungsvertreter in einem der Flüchtlingslager. Nach UN-Angaben waren rund zwei Millionen Menschen vor den Gefechten geflohen. Etwa 280.000 davon sind in Lagern untergebracht. Wir sind der Regierung dankbar, erklärte ein Flüchtling, dankbar für die Einrichtung der Lager und nun auch für die Rückführung in das bisherige Kampfgebiet. Die Regierung hatte die Offensive in der vergangenen Woche für beendet erklärt. Doch in der Region kam zu weiteren vereinzelten Gefechten. Deshalb äußerten manche Vertriebene Bedenken gegen eine Rückkehr: Er habe Angst, sagte ein Mann; sollte es zu weiteren Kämpfen kommen, werde er erneut flüchten müssen. Im Swat-Tal sei alles möglich, fügte er hinzu. Die Vereinten Nationen hatten betont, die Rückkehr der Flüchtlinge müsse freiwillig erfolgen. Die Behörden versprachen den Rückkehrern eine Starthilfe von rund 200 Euro pro Person. Die Offensive der pakistanischen Armee gegen die Taliban im Swat-Tal und umliegenden Distrikten dauerte gut zwei Monate. Dabei wurden nach offiziellen Angaben mehr als 1700 Aufständische getötet; außerdem seien rund 160 Soldaten ums Leben gekommen, hieß es. Vielerorts sind die Spuren und Überreste der heftigen Kämpfe zu sehen.