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Nabucco-Pipeline-Abkommen in Ankara unterzeichnet

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Nabucco-Pipeline-Abkommen in Ankara unterzeichnet

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Das Abkommen zum Bau der Nabucco-Erdgas-Pipeline ist in Ankara unterzeichnet worden. Dazu waren Präsidenten und Regierungsvertreter aus den fünf Transitstaaten Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien in die türkische Hauptstadt gekommen. Mit der Übereinkunft sollen verschiedene staatliche Planungs-Hürden für den Bau der gut 3000 Kilometer langen Leitung beseitigt werden. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan nannte die Einigung einen historischen Moment für die Energiesicherheit Europas: Nabucco zeige, dass die Türkei schon wegen der Energieversorgung EU-Mitglied sein sollte. EU-Energiekommissar Andris Piebalgs aus Lettland erklärte, er rechne fest damit, dass dereinst auch der Iran Erdgas nach Europa liefern werde, doch gegenwärtig sei Aserbeidschan die wichtigste Quelle, gefolgt von Turmenistan und dem Irak. Zur Unterzeichnung des Nabucco-Abkommens waren auch zahlreiche Medienvertreter nach Ankara gekommen. Euronews-Wirtschaftsreporter Stefan Grobe zieht ein Resumee: Es sind zwar noch nicht alle Probleme restlos geklärt, aber die Unterzeichnung war ein wichtiger Moment für Europa und die Türkei. Für Europa schafft Nabucco die Voraussetzungen, seine Energieabhängigkeit von Russland zu verringern, und für die Türkei stärkt Nabucco den Anspruch Ankaras, eine regionale Ordnungsmacht zu sein. Doch ob die Annäherung der EU und der Türkei auch politisch weiterbetrieben wird, bleibt abzuwarten.