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Pipeline unterschriftsreif

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Mit der Unterzeichnung eines internationalen Abkommens soll heute in der türkischen Hauptstadt Ankara die Grundlage für den Bau der strategisch wichtigen Gaspipeline “Nabucco” gelegt werden. Regierungsvertreter aus den fünf Transitstaaten Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Türkei wollen mit der Übereinkunft staatliche Hürden für den Bau der gut 3000 Kilometer langen Leitung beseitigen. Mit dem Bau soll 2011 begonnen werden, erstes Gas soll im Jahr 2014 fließen.

Nabucco soll von 2013 an Gas vom Kaspischen Meer bis nach Österreich an Russland vorbei transportieren. Die Pipeline soll eine größere Versorgungssicherheit gewähren und Europas Abhängigkeit von Russlands Energiereserven mindern. Russland plant gemeinsam mit Italien eine Erdgaspipeline von Russland durchs Schwarze Meer nach Italien und – auch nach Österreich. “Southstream” ist also direkte Konkurrenz zu “Nabucco”. In der Endausbaustufe soll die Pipeline jährlich 31 Milliarden Kubikmeter Gas transportieren können. Die Gesamtkosten sollen knapp acht Milliarden Euro betragen.