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Weiter Diskussionen in Israel um Militäroperation im Gaza-Streifen

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Weiter Diskussionen in Israel um Militäroperation im Gaza-Streifen

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Als gerechten Krieg – so hatte Israel seine Militäroperationen Anfang des Jahres im Gaza-Streifen dargestellt. Es sei alles getan worden, um Unschuldige zu schonen. Doch diese Auslegung gerät zunehmend ins Wanken.

Monatelang interviewte die israelische Menschenrechtsorganisation “Breaking the Silence” mehr als 50 Veteranen des Gaza-Kriegs. Durch die übereinstimmenden Aussagen erhärtet sich der Verdacht, Israel habe Grundregeln des Völkerrechts missachtet – so zum Beispiel die Unterscheidung zwischen Soldaten und Unbeteiligten. “Bei jedem Hindernis oder Problem haben wir das Feuer eröffnet, ohne Fragen zu stellen. Auch im Dunkeln, auf unbekannte Ziele, wenn wir keine Sicht hatten – das war alles kein Problem”. Die israelische Armee tut die Aussagen ab: “Schon wieder hat eine Menschenrechtsorganisation Israel und der Welt einen Bericht geliefert, der auf anonymen und allgemeinen Aussagen beruht, ohne die Details und die Glaubwürdidkeit überprüft zu haben”, so eine Sprecherin. Trotzdem könnten die Aufnahmen nun doch noch eine Anklage der israelischen Armee wegen Kriegsverbrechen nach sich ziehen.