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Wahl Buzeks überwindet die Spaltung Europas

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Wahl Buzeks überwindet die Spaltung Europas

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Erstmals steht ein Politiker aus dem ehemaligen Ostblock an der Spitze des Europaparlamentes. In seiner konstituierenden Sitzung wählte das Parlament am Dienstag den ehemaligen polnischen Ministerpräsidenten Jerzy Buzek zum neuen Präsidenten. Buzek folgt dem deutschen Christdemokraten Hans-Gert Pöttering an der Spitze des Parlamentes.

Seine Wahl wurde nicht nur in Warschau als Zeichen für die Überwindung der Spaltung Europas gewürdigt. “Dies ist das endgültige Ende der Teilung in alte und neue Mitglieder. Diese Trennung hat es tatsächlich gegeben. Ich bin glücklich, daß ein Pole ausgezeichnet wurde. Ich bin froh, daß sein Erfolg ein Symbol für die Integration von neuem und altem Europa ist”, freute sich der polnische Ministerpräsident Donald Tusk über die Wahl Buszeks. Auch die Menschen auf den Straßen Warschaus sind stolz auf Ihren Parlamentspräsidenten: “Jerzy Buzek hat als Europa-Abgeordneter viel erreicht. Als Präsident wird er noch mehr erreichen, weil die Bedeutung des Parlaments zunimmt”, meint Marcin Kulinicz. “Das wird gut für Polen, es gibt uns die Möglichkeit für Polen zu werben und zu zeigen, daß wir nicht nur Ärger machen”, findet Agnieszka Dadura. Buzek war von den Christdemokraten nominiert worden. Nach zweieinhalb Jahren soll er turnusgemäß von einem Sozialdemokraten abgelöst werden.