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Island: Ja zu EU-Beitrittsverhandlungen

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Island: Ja zu EU-Beitrittsverhandlungen

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Erfolg für Islands Regierung: Mit 33 Ja-Stimmen hat das Parlament die Aufnahme von Verhandlungen über einen Beitritt zur Europäischen Union gebilligt. Die sozialdemokratische Regierungschefin Johanna Sigurdardottir hatte sich für einen EU-Beitritt der Insel stark gemacht, weil sie sich davon eine größere ökonomische Stabilität erhofft.

Im Oktober letzten Jahres waren die drei größten Banken Islands im Rahmen der Weltwirtschaftskrise bankrott gegangen. Das hatte eine massive Staatsverschuldung sowie eine starke Erhöhung der Arbeitslosigkeit nach sich gezogen.

Die Konservativen und Teile der Linksgrünen, die an der Regierung beteiligt sind, lehnen einen EU-Beitritt Islands ab. Sie fürchten den Verlust der politischen Handlungsfreiheit und eine Unterwerfung Islands unter die EU-Fischfangquoten.

Die Beitrittsverhandlungen könnten bald beginnen. Wenn der Lissabon-Vertrag in der EU nicht in Kraft tritt, haben die isländischen Beitrittsgegner noch eine Chance, das Ruder umzuwerfen: Nach Abschluss der Beitrittsverhandlungen muss die Bevölkerung über den Beitritt abstimmen.