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Rechtsextremist als Terrorist verurteilt

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Rechtsextremist als Terrorist verurteilt

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Festgenommen wurde er nur durch Zufall: letzten Herbst, als er im Zug eine Sicherheitskraft beleidigte. In seiner Tasche fanden sich Teile für Sprengsätze, Neil Lewington stellte sich als Rechtsextremist heraus. Jetzt wurde er als Terrorist verurteilt.

Experten sehen eine wachsende Gefahr von rechts: “Es ist ja nicht nur, dass dieser Mann Gewaltverbrechen begehen wollte gegen angebliche Nichtbriten”, sagt Matthew Feldman, ein Sachverständiger aus dem Prozess. “Es gibt auch Beweise dafür, dass sich der Ku-Klux-Klan hier in England einnistet.” Lewingtons Zimmer im Haus seiner Eltern in Reading bei London war eine Art Bombenwerkstatt. Außerdem fanden sich hier rechtsextreme Materialien – darunter Videos über andere Rechtsextremisten, die Bombenanschläge verübt hatten, wie den “Oklahoma Bomber” Timothy McVeigh. Allerdings gab es keinen Beleg dafür, dass er in Verbindung zu anderen Neonazis stand. Lewingtons Ziel waren diejenigen, die er als Nichtbriten ansah – also alle, die keine weiße Haut hatten, vor allem Menschen asiatischer Abstammung. Nach dem jetzigen Schuldspruch wird das Strafmaß – vermutlich eine lange Haftstrafe – im September festgelegt.