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Bombenanschläge in Jakarta

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Bombenanschläge in Jakarta

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Jakarta ist von zwei Bombenanschlägen erschüttert worden. Am frühen Morgen kam es in zwei großen Luxushotels fast zeitgleich zu Explosionen. Mindestens neun Menschen wurden getötet, mehr als vierzig verletzt, unter ihnen ausländische Geschäftsleute.

Betroffen sind das Ritz-Charlton und das Marriott. Die Hotels liegen in einem Geschäftsviertel, im Zentrum der Stadt. Nach Polizeiangaben wurde in einem Raum des Marriott-Hotels eine nicht explodierte Bombe gefunden. Experten hätten den Blindgänger kontrolliert zerstört. hieß es. Bisher hat sich noch niemand zu der Tat bekannt. Experten vermuten die radikalislamische Bewegung Jemaah Islamiyah als Drahtzieher. Ihr werden enge Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida nachgesagt. Ein Augenzeuge berichtet, die Explosion sei stark gewesen, besonders im Marriott. Auf einmal wäre weißer Rauch aufgestiegen und fünf Minuten später sei das andere Hotel getroffen worden. Es habe sich wie das Erdbeben vor einem Jahr angefühlt, erzählt ein anderer. Nach einigen Minuten hätte es einen lauten Knall gegeben und Rauch sei aufgestiegen. Dann habe er das Gebiet verlassen. Gäste und Mitarbeiter wurden in Sicherheit gebracht. Bereits 2003 war das Marriott-Hotel bei der Explosion einer Bombe schwer beschädigt worden. Seit mehreren Jahren hat es in Indonesien aber keine Anschläge mehr gegeben.