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Druck auf Ahmadinedschad steigt

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Druck auf Ahmadinedschad steigt

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Der Druck auf den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad steigt. Zum ersten Mal hat ein ranghoher Kleriker eine öffentliche Debatte über den umstrittenen Ausgang der Wahl gefordert. Abkar Hashemi Rafsandschani erklärte beim Freitagsgebet in der Teheraner Universität, das Land befinde sich in einer Krise. Der frühere iranische Präsident und regierungskritische Kleriker betonte, viele Iraner hätten Zweifel am Wahlergebnis. Diese Zweifel seien das schlimmste Elend und hätten die Nation wie die Lepra befallen. Außerdem warf Rafsandschani der iranischen Führung vor, nicht genug Toleranz gegenüber dem eigenen Volk gezeigt zu haben.

Es habe auch in der Vergangenheit Proteste im Iran gegeben, meint eine Expertin, aber eben nie mit politischer Unterstützung. Rafsandschanis Bekenntnis sei eine Form moralischer Hilfe – auch wenn er relativ gemäßigt sei und nicht alles wiedergebe, was auf den Straßen gesagt werde.