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Streit um Einwanderer

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Streit um Einwanderer

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In Stockholm sind die Innenminister der Europäischen Union zu einem informellen Treffen zusammengekommen. Die Mittelmeerländer verlangten von ihren Kollegen mehr Unterstützung im Kampf gegen illegale Einwanderung. Asylsuchenden soll aber weiter geholfen werden. So sagte Jacques Barrot, EU-Kommissar: “Asyl wird denjenigen gewährt, denen Verfolgung und Gewalt droht. Unabhängig der wirtschaftlichen Krise Europas, haben wir die Pflicht, den bedrohten Menschen Asyl zu gewähren.”

Italien war in den vergangenen Monaten wegen seiner sehr restriktiven Asylpolitik vielfach kritisiert worden. Davon war in Stockholm nichts mehr zu hören. Klar wurde nur, dass die europäischen Grenzen noch besser kontrolliert werden sollen. Die Mittelmeerstaaten verlangten von ihren Amtskollegen mehr Solidarität. Prokopios Pavlopoulos, Griechenlands Innenminister meinte: “Griechenlands Probleme sind Europas Probleme. Wir haben Schwierigkeiten mit illegaler Einwanderung, weil Europas Grenzen nicht gut überwacht werden. Griechenlands Grenzen sind Europas Grenzen.” Doch die Innenminister konnten sich nicht auf eine automatische Verteilung der sogenannten Bootsflüchtlinge auf ganz Europa verständigen.