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Belgien legalisiert Härtefälle unter illegalen Einwanderern

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Belgien legalisiert Härtefälle unter illegalen Einwanderern

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Sie kommen aus Nepal oder Nordafrika. Sie besetzten Kirchen und Universitäten, traten immer wieder in den Hungerstreik – illegale Einwanderer in Belgien. Jetzt hat sich die Regierungskoalition nach fast zwei Jahren Tauziehen auf Kriterien geeinigt, nach denen humanitär besonders harte Fälle schnell gelöst werden können.

Die Kernbegriffe: – nachhaltige lokale Bindungen und – ein ungewöhnlich langes Asylverfahren. So können Familien mit Schulkindern nach drei Jahren mit einer Legalisierung ihres Status rechnen, die anderen nach vier Jahren. Als Kriterium für die Integration gilt vor allem, ob man sich verständlich machen kann und Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Das sei keine pauschale Legalisierung, so der zuständige Finanzminister, man werde nach wie vor jeden Einzelfall genau prüfen. Es wird erwartet, dass diese Regelung die seit Monaten überfüllten Asylantenquartiere entlastet. Bereits vor neun Jahren hatte Belgien tausende illegale Immigranten legalisiert – ihre Zahl wurde damals auf 60 000 geschätzt. In vielen Ländern Europas wie Italien, Schweiz oder Spanien werden zur Zeit die Ausländergesetze verschärft.