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"Ergenekon"-Prozess geht weiter

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"Ergenekon"-Prozess geht weiter

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In der Türkei hat die zweite Runde des Prozesses um eine angebliche Verschwörung gegen die Regierung begonnen. Das Gericht tagt in einem Gefängnis in der Nähe von Istanbul. Dort müssen sich neben den Hauptangeklagten, zwei ranghohen Ex-Generälen, auch mehrere prominente Journalisten und Geschäftsleute verantworten.

Vor dem Gefängnis demonstrierten am Montag mehrere hundert Menschen gegen das Verfahren. Für sie ist es auch ein politischer Prozeß. Eine Demonstrantin sagte: “Ich denke, dass unsere Justiz objektiv ist, aber nicht in diesem Fall. Wir glauben nicht an das Gerichtsverfahren. Alle Menschen, die Atatürk lieben, sitzen jetzt in diesem Gefängnis.” Insgesamt wird gegen 56 Angeklagte verhandelt. Sie sollen in der Untergrundorganisation “Ergenekon” ein Komplott gegen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und seine islamische AKP-Partei geplant haben, das mangels Unterstützung nie ausgeführt wurde, so die Anklage. Anhänger der AKP fordern eine strenge Bestrafung. Ihrer Meinung nach haben die Angeklagten versucht, einen Militärputsch zu provozieren.