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EU-Milchmarkt-Bericht wird Bauern enttäuschen

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EU-Milchmarkt-Bericht wird Bauern enttäuschen

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Die Europäische Kommission erwartet eine erneute Verschlechterung auf den Milchmärkten. Trotzdem will sie die Milchquote weder senken noch auf dem momentanen Stand einfrieren, wie vor allem Bauern in Deutschland und Frankreich es fordern.

Das heißt es in einem Dokument, das unter Federführung von Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel erarbeitet wurde und offiziell am Mittwoch veröffentlicht wird. Ein Abweichen von der geplanten Ausweitung der Quote würde die Erzeuger und deren Familien verunsichern, so Fischer Boel. Diese bräuchten klare Vorgaben, um ihre Zukunft zu planen. Vor allem Kleinbauern profitieren von der Quote, die seit 1984 die Überproduktion eindämmen soll. Außerdem kündigte die Kommission an, dass ihre finanziellen Mittel zur Unterstützung von Milchbauern in den nächsten beiden Jahren sehr begrenzt sein werden. Bei einer akuten Krise könnten jedem Hof aber trotzdem bis zu 15.000 Euro zufließen. Ein Hoffnungsschimmer für die Bauern könnte zudem sein, dass die Kommission eventuelle unfaire Maßnahmen der Großhändler, wie zum Beispiel Preisabsprachen, aufspüren will, die die Preise der Milchbauern drücken und gleichzeitig vom Verbraucher überteuerte Preise verlangen.