Eilmeldung

Eilmeldung

Lebenslänglich für serbischen Kriegsverbrecher im Bosnienkrieg

Sie lesen gerade:

Lebenslänglich für serbischen Kriegsverbrecher im Bosnienkrieg

Schriftgrösse Aa Aa

Für die brutale Ermordung zahlreicher Menschen ist einer der schlimmsten serbischen Kriegsverbrecher zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er verübte seine Verbrechen während des Bosnien-Krieges in den Neunziger Jahren. Das UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag sprach Milan Lukic der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig. Sein mitangeklagter Cousin Sredoje Lukic, erhielt eine 30-jährige Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte für beide Angeklagte lebenslängliche Haft gefordert. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Milan Lukic als Chef einer paramilitärischen Bande im Juni 1992 in Visegrad etwa 70 bosnische Muslime in ein Haus sperrte und das Gebäude mit Granaten in Brand setzte. Dabei sei er von seinem Cousin unterstützt worden, befand das Gericht. Menschen, die versuchten, aus Fenstern zu fliehen, seien kaltblutig erschossen worden. Unter den Opfern waren Kleinkinder, Frauen und ältere Männer.