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Nordzypern feiert türkischen Einmarsch

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Nordzypern feiert türkischen Einmarsch

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Mit einer Militärparade ist im nördlichen Teil Zyperns der 35. Jahrestag des Einmarsches türkischer Truppen begangen worden. In den Morgenstunden des 20. Juli 1974 landeten von Ankara entsandte Einheiten auf der unabhängigen Insel und besetzten ihren nördlichen Teil. Wenige Tage zuvor hatte die Militärregierung in Athen den Präsidenten Zyperns gestürzt. Der südliche Teil Zyperns ist heute Teil der Europäischen Union. Mehrere Einigungsversuche scheiterten bisher. Im Norden sind nach wie vor 40.000 türkische Soldaten stationiert. Bei den Kämpfen 1974 kamen mehrere Tausend Soldaten und Zivilisten ums Leben. 1983 erklärte der Norden seine Unabhängigkeit, die international jedoch nicht anerkannt wird. Die internationale Gemeinschaft wünscht eine Lösung des Zypern-Streits. Doch noch ist sie nicht in Sicht. Die griechischen Zyprer aus dem Süden würden einem künftigen EU-Beitritt der Türkei ohne eine Regelung dieser Frage nie zustimmen. Ankara aber zeigt sich nicht bereit, auf seine Oberhoheit über den Norden zu verzichten.