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Opposition setzt Führung in Teheran unter Druck

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Opposition setzt Führung in Teheran unter Druck

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Nur Stunden nachdem der frühere reformorientierte Präsident Mohammed Khatami ein Referndum zur umstrittenen Wahl forderte, meldete sich auch der unterlegen Kandidat Mir-Hussein Musawi erneut zu Wort. Auf seiner Webseite sprach sich Mussawi für die Freilassung aller Festgenommenen aus. Hunderte, einschließlich früherer Kabinettsmitglieder, sind seit Wochen in Haft. Die Festnahmen könnten den Streit über die Präsidentschaftswahl vom 12. Juni nicht lösen. Einen Disput löste auch das Freitagsgebet das früheren Präsidenten Akbar Haschemi Rafsandschani aus. Hunderttausende strömten auf die Straßen und riefen “Tod dem Diktator”. Der oberste Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, rief inzwischen die Opposition zur Ruhe auf. Er warnte sie davor, weiter Unruhe zu stifen. Auch verurteilte er die angebliche Einmischung des Auslandes in die inneren Angelegenheiten des Irans.