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Wettlauf in der Raumfahrt

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Wettlauf in der Raumfahrt

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Den Wettlauf zum Mond mitten im Kalten Krieg konnten die USA gegen die frühere Sowjetunion gewinnen. Aber acht Jahre vor der Mission Apollo 11 feierten die Sowjets ihren großen Triumph. Am 12. April 1961 umrundete Yuri Gagarin mit dem Raumschiff Wostok 1 als erster Mensch die Erde. Dafür brauchte er 108 Minuten. Aber schon seit Ende der fünfziger Jahre galt die sowjetische Raumfahrt als weltweit führend.

Nach Ende des Kalten Krieges strebten die neuen Wirtschaftsmächte wie China nach Erfolgen in der Raumfahrt. 2003 flog mit dem bis dato unbekannten, chinesischen Kampfpiloten Yang Liwei der erste Taikonaut um die Erde. Seine Mission dauerte 21 Stunden. China hat nun den Mond im Visier. Die Amerikaner, Europäer und Russen dagegen ein viel weiter entferntes Ziel: den Mars. Für eine Mission zum roten Planeten wollen die amerikanische Weltraumbehörde NASA und die europäische Weltraumagentur ESA zusammenarbeiten. Die derzeitigen Pläne der NASA sehen vor, 2020 zum Mond zurückzukehren, um dort eine ständige Basis zu bauen, die als Ausgangspunkt für die Reise zum Mars dienen soll. “Am Ende führte das Wettrennen in der Raumfahrt zur Zusammenarbeit zwischen früheren Gegnern. In diesem Sinne war es eine außergewöhnliche Investition auf beiden Seiten,” fasst Neil Armstrong die Entwicklung zusammen. Ein Beweis der Zusammenarbeit ist das Projekt Mars 500. Gerade erst haben vier Russen, ein Franzose und ein Deutscher einen Simulations-Flug zum Mars beendet. Die Testpersonen lebten über 100 Tage in einem nachgebauten Raumschiff.