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EU-Kommission und Parlament uneins im Milchstreit

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EU-Kommission und Parlament uneins im Milchstreit

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Am Mittwoch veröffentlicht die Europäische Kommission einen Bericht zum Milchmarkt. Darin lehnt sie eine Senkung der Milchquote strikt ab. Unterdessen forderte das Europaparlament die Kommission auf, die Quote zu senken und damit auf die Überproduktion zu reagieren – wie es die Milchbauern seit Wochen fordern.

Der Präsident der Agrarkommission des neuen EU-Parlaments warnte zudem vor einer Zerschlagung der Gemeinsamen Agrarpolitik: “Man muss bedenken, dass die Gemeinsame Agrarpolitik nicht nur eine Politik für 10 Millionen Landwirte ist, sondern auch für 500 Millionen europäische Bürger. Deshalb hoffen wir, dass wir die GAP in dieser Legislaturperiode verteidigen können”. Die Parlamentarier streben in etwa das an, was auch das European Milkboard fordert: eine Reduzierung der Quote um 5 Prozent, um Preise aufzufangen, die seit 2007 um bis die Hälfte gesunken sind. “Die Position des EU-Parlaments ist interessant. Nun müssen wir Produzenten es mit Aktionen unterstützen, damit es die Kommission unter Druck setzen kann”. Das Milchboard will am Mittwoch wieder in Brüssel demonstrieren. Aber der Kampf wird schwierig, da die Milchbauern gegenüber der Kommission nicht geschlossen auftreten. Einige, vor allem Großbetriebe, sind für eine Erhöhung der Produktion und eine größere Liberalisierung des Sektors.