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Nuri al-Maliki in Washington

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Nuri al-Maliki in Washington

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Drei Wochen nach dem Rückzug der US-Truppen aus den irakischen Städten ist der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki nach Washington gereist. Er möchte die bilateralen Beziehungen nun auf eine neue Ebene heben. US-Präsident Barack Obama sprach die bestehenden Probleme an:

“Ich habe erneut auf meine Überzeugung verwiesen, dass der Irak sicherer und erfolgreicher sein wird, wenn es dort Platz für alle ethnischen und religiösen Gruppen gibt. Deshalb unterstützt Amerika weiterhin die Bemühungen, alle Iraker in die Regierung und Streikräfte Iraks aufzunehmen.” Obama bezog sich damit auf die anhaltenden Spannungen zwischen Schiiten, Sunniten und Kurden. Al-Maliki war vor allem gekommen, um die verbliebenen UN-Sanktionen gegen den Irak aufheben zu lassen und Investoren zu finden. Al-Maliki: “Es gibt Bemühungen auf beiden Seiten, um für den Oktober eine Konferenz mit Investoren und Firmen zu organisieren, die im Irak tätig werden wollen.” Insbesondere internationale Ölfirmen halten sich bislang im Irak zurück. Grund sind die fortgesetzten Anschläge, aber auch der Konflikt zwischen den Kurden und der Regierung um die Erdölstadt Kirkuk, die etwa vier Prozent der weltweiten Erdölreserven beherbergen soll.