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Schweinegrippe-Impfstoff!

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Schweinegrippe-Impfstoff!

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Mit Hochdruck arbeitet die Pharmaindustrie an einem Impfstoff gegen die Schweinegrippe. Mehr als 30 pharmazeutische Labore sind seit dem Aufkommen der neuen Variante des H1N1 Virus damit beschäftigt. Und das braucht Zeit! Die Nachfrage ist gigantisch, doch noch ist unklar wann der Impfstoff auf den Markt kommt. Sanofi Pasteur, einer der weltweit grössten Impfstoffproduzenten, hat angekündigt, dass die erste Auslieferung erst im Herbst stattfinden soll. Die ersten Tests plant Sanofi Pasteur für Anfang August. Dazu sagte Albert Garcia, Sprecher von Sanofi: “Das Problem mit dem H1N1 Virus ist, dass die Nachfrage enorm sein wird. In geringer Zeit müssen wir ein Maximum an Menschen schützen. Also müssen wir kalkulieren, wie wir die Dosen am besten ökonomisch nutzen. Es geht darum mit einem Impfstoff der relatviv wenig Antigene enthält, einen möglichst grossen Schutz zu erzielen. Denn es muss uns gelingen möglichst viele Dosen in geringer Zeit zu produzieren.”

Selbst wenn das Problem der Produktion geklärt sein sollte, bleibt immer noch die Frage, wer geimpft werden darf. Denn eins ist klar – es wird nicht genügend für die ganze Welt geben. Deshalb warnt die Weltgesundheitsorganisation, dass nicht die ärmsten Länder vernachlässigt werden. Die Organisation versucht derzeit, niedrigere Preise mit den Produzenten auszuhandeln. Und reiche Staaten dazu zu bewegen, einen Teil ihrer Vorräte zu spenden. “Die Zuteilung des Impfstoffs wird sich danach richten, wie sich die Epidemie in den unterschiedlichen Ländern entwickelt. Wir sind nur die Produzenten. Selbstverständlich versuchen wir so viel Impfstoff wie möglich in schnellster Zeit zu produzieren. Diesen geben wir dann an die Weltgesundheitsorganisation und die unterschiedlichen Staaten weiter. Sie entscheiden dann wer bevorzugt geimpft wird”, erklärt Albert Garcia. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass knapp 5 Milliarden Dosen Impfstoff innerhalb von 12 Monate produziert werden können. Aber es bleiben Zweifel an der Wirkung des Impfstoffs. Ausserdem könnte eine Mutation des Virus eine erneute Anpassung bedeuten.