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Chemieunfall im Hafen von Riga


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Chemieunfall im Hafen von Riga

Nach einem Chemieunfall im Hafen von Riga sind umliegende Gebiete der lettischen Hauptstadt vorübergehend geräumt worden. Aus einem Container mit Chemikalien war in der vergangenen Nacht das hochgiftige Acetoncyanhydrin ausgetreten. Lettische Medien berichteten, Menschen in dem Gebiet hätten über Unwohlsein und Hautausschlag geklagt. Alles Unsinn, protestierte eine Anwohnerin: Der Räumungsbeschluss sei offenbar viel zu spät erfolgt, die Meldung von dem nächtlichen Unfall hätte man sofort weitergeben müssen. Und man hätte die Menschen anweisen müssen, das Nötige mitzunehmen! Stattdessen hätten die Verantwortlichen nur herumgestanden. Es habe keinerlei Vorwarnung gegeben, sagte eine andere Frau: Um halb sieben in der Frühe habe sie ein Bekannter angerufen und ihr gesagt, dass es ein Leck gegeben habe, aber hier in diesem Viertel gab es keinen Alarm, keine Warnungen. Sie habe herumtelefonieren müssen, um etwas zu erfahren. Gegen Mittag kam die Entwarnung: Die Einwohner könnten in ihre Häuser zurückkehren, hieß es. Während des Alarmzustands hatten die Behörden die durch Riga in die Ostsee fließende Düna für die Schiffahrt gesperrt.

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