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Präsidentschaftswahl in Kirgistan

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Präsidentschaftswahl in Kirgistan

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Die Bewohner der zentralasiatischen Republik Kirgistan sind heute aufgerufen, einen Präsidenten zu wählen. Favorit unter den sechs Bewerbern ist Amtsinhaber Kurmanbek Bakijew. Bakijew war nach der sogenannten Tulpenrevolution im Jahr 2005 zum Staatschef gewählt worden. Seither hat er jedoch an Popularität eingebüßt.

Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beklagten bereits im Wahlkampf zahlreiche Verstöße. Im Frühjahr hatte Bakijew nach einem Moskaubesuch den USA angekündigt, den Stützpunkt Manas für US-Truppen zu schließen. Manas ist die US-Drehscheibe nach Afghanistan und den Russen ein Dorn im Auge. Vor kurzem unterzeichnete seine Regierung dann jedoch ein neues, finanziell vorteilhaftes Stützpunktabkommen mit den USA. Das Gebirgsland Kirgistan ist bitterarm und leidet unter der Weltwirtschaftskrise, da die Wirtschaft des Landes weitgehend vom Handel mit dem Ausland abhängig ist. Lange Zeit galt Kirgistan als das liberalste unter den ehemaligen zentralasiatischen Sowjetrepubliken. Unter Bakijew wurde jedoch die Pressefreiheit eingeschränkt, in letzter Zeit häufen sich Anschläge auf Journalisten, Geschäftsleute und Politiker.