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Schutzmassnahmen gegen Schweinegrippe

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Schutzmassnahmen gegen Schweinegrippe

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Atemmasken verteilen, Schulen schliessen oder gar Ausgehsperren verhängen? Wie soll man die Bevölkerung vor der Schweingerippe schützen, welche Massnahmen sind sinnvoll und welche schüren nur Panik? Diese Fragen beantwortet bis jetzt jeder Staat weitgehend für sich allein. Die Schweinegrippe ist eine weltweite Epidemie und doch gibt es auch vier Monate nach dem Auftauchen der neuen Variante des H1N1 Virus noch kein koordiniertes Vorgehen. “Es gibt einfach nicht genügend Abstimmung. Trotz aller europäischen Bemühungen bleibt die Koordinierung immer noch unzureichend. Wir müssen leider feststellen, dass wir bei Tiersäuchen deutlich besser zusammen arbeiten als wenn es um die menschliche Gesundheit geht”, sagt der Virologe Mark van Ranst.

Auf der südlichen Halbkugel ist der Winter ausgebrochen und die Angst vor einer zweiten Welle der Grippe steigt! Hier werden jetzt härtere Massnahmen getroffen. In Argentinien etwa müssen jetzt alle Diagnosen und Behandlungen im Krankenhaus gemacht werden. Ganz anders in Europa – hier geht die Tendenz eher dahin die Behandlungen den Hausärzten zu überlassen, um nicht unnötig Panik zu schüren. Die Ärzte bekommen spezielle Ausrüstungen um sich zu schützen und jegliche Übertragung der Krankheit zu vermeiden. In einigen Ländern wie in Frankreich sind die Atemmasken nur mit Rezept zu erwerben und Grippemittel werden nur in den stärksten Fällen verschrieben. Und das hat seinen Grund: “Wir müssen vorbereitet sein und ich denke, dass das Aufstocken der GrippeMittel hierzu der richtige Weg ist. Egal wie gut Medikamente sind, es bleiben Medikamente, keine Süssigkeiten. Wir sehen mit Besorgnis, dass einige Länder die antiviralen Medikamente fast wie Süssigkeiten verteilen. So werden die Vorräte aufgebraucht, und wenn wir die Mittel tatsächlich brauchen – dann ist der Vorrat weg”, erklärt Mark van Ranst . Die Zahl der Grippefälle steigt stetig. Auch in in Deutschland muss mit weiteren Erkrankungen gerechnet werden.Damit steige die Bedeutung persönlicher Hygiene, vor allem bei Kontakt zu Reiserückkehrern und bei Kontakten mit vielen anderen Menschen, zum Beispiel in der Schule. Grund zur Panik ? Nein ! Aber Grund zur Entwarnung ebensowenig.