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Neun Tote durch Unwetter in Mitteleuropa

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Neun Tote durch Unwetter in Mitteleuropa

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Bei schweren Unwetter sind in der vergangenen Nach in Mitteleuropa insgesamt neun Menschen ums Leben gekommen, sieben davon in Polen. Dort wurden rund fünfzig Menschen verletzt. Die Feuerwehr sei viertausend Mal ausgerückt, erklärte ein Sprecher im polnischen Rundfunk. Der Sturm entwurzelte hunderte von Bäumen, kappte hunderte Stromleitungen: In der Stadt Lodz und weiteren Ortschaften fiel der Strom aus. Zahlreiche Häuser wurden abgedeckt, Keller standen unter Wasser. Es kam zu schweren Verkehrsbehinderungen. Der Bahnverkehr war teilweise unterbrochen; mancherorts werde der volle Bertrieb erst am Sonntag wieder aufgenommen, hieß es. Am schlimmsten hatte der Sturm am vergangenen Abend in Niederschlesien im Südwesten des Landes gewütet, wo mindestens drei Menschen ums Leben kamen. Auch der Norden und Westen Tschechiens und weite Teile von Osterreich wurden am Donnerstagabend von schweren Unwettern heimgesucht In Tschechien kam ein Mensch ums Leben, eine 75-jährige Frau: Sie wurde von einem herabfallenden Ast erschlagen. Zahlreiche Bahnlinien wurden durch umgestürzte Bäume oder beschädigte Oberleitungen außer Betrieb gesetzt. Vielerorts richteten die Windstöße schwere Schäden an Gebäuden an. In Österreich zogen die Unwetter von Salzburg über Ober- und Niederösterreich bis nach Wien. Es gab Dutzende Verletzte. Zehntausende Haushalte hatten am Morgen noch keinen Strom. Hagelkörner durchschlugen Hausdächer. Nach österreichischen Medienangaben gab es landesweit 12 000 Blitzeinschläge. Tausende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Im Bundesland Salzburg wurde mancherorts Katastrophenalarm ausgerufen. In der Hauptstadt Wien wurden unter anderem Straßenbahn- und Stromleitungen beschädigt und Straßen überflutet. Auf der Donau trieb der starke Wind ein Ausflugsschiff ans Ufer; die “Admiral Tegethoff” schlug dabei leck, 250 Passagiere mussten an Land gebracht werden. Auch in Deutschland kam es zu teils heftigen Unwettern. Betroffen waren Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Bäume stürzten um, beschädigten Fahrzeuge und Gebäude, blockierten Fahrbahnen und Schienen. Blitzeinschläge verursachten in Nordrhein-Westfahlen und Baden-Württemberg Hausbrände mit hohem Sachschaden. In Niederbayern wurden zwei Menschen durch ein losgerissenes Aluminiumdach leicht verletzt.