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Neuntes Brandopfer in Spanien

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Neuntes Brandopfer in Spanien

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In Spanien ist den schweren Waldbränden ein weiterer Feuerwehrmann zum Opfer gefallen. Er erlag in einem Krankenhaus seinen Verbrennungen. Er ist das neunte Opfer in diesem Jahr. Der 31-Jährige war am Dienstag im nordspanischen Tarragona verletzt worden. Vier seiner Kollegen waren auf der Stelle tot.

Kein Land wird so sehr von den Flammen heimgesucht wie Spanien, fast der gesamte Osten ist betroffen. Allein in dieser Woche verbrannten mehr als 17.000 Hektar Land. In Alméria an der Südostküste zwang ein neuer Brand 1500 Menschen zur Flucht – zum zweiten Mal binnen zehn Tagen. Die Behörden schließen Brandstiftung nicht aus. Auch auf der französischen Insel Korsika, in der italienischen Toskana, in Algerien, Griechenland, und der Türkei wüten schwere Waldbrände. Auf Sardinien hat sich der Wind leicht gelegt und die Lage leicht verbessert. Dennoch kämpfen rund 1500 Feuerwehrmänner und Freiwillige weiter gegen drei Feuersbrünste im Norden, Süden und Westen der italienischen Mittelmeerinsel. Zwei Männer kamen gestern durch die Flammen ums Leben, darunter ein Schäfer aus Pozzomaggiore, der mit seiner Herde starb. In Cagliari musste die Feuerwehr ein Gefängnis evakuieren. Zehn Löschflugzeuge sind im Einsatz, die EU sandte zwei weitere Candair nach Sardinien. Entwarnung ist nicht in Sicht: Extreme Trockenheit und Temperaturen von bis zu 46 Grad im Schatten heizen die Flammen weiter an.