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Schweinegrippe weiter auf dem Vormarsch

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Schweinegrippe weiter auf dem Vormarsch

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Die Schweinegrippe breitet sich in Europa weiter stark aus. Großbritannien ist weiterhin das Land mit den meisten Erkrankungen. Die EU-Seuchenbehörde registrierte dort bislang mehr als 11.000 Infizierte und dreißig Todesfälle. Doch den stärksten Anstieg verzeichnet Deutschland mit etwa 600 Neuerkrankungen binnen eines Tages. Die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärte, dass nunmehr 160 ihrer 193 Mitgliedsstaaten betroffen seien. Bald dürfte sich die neue Variante des H1N1-Virus auf alle Staaten ausgebreitet haben, sagte der Leiter der WHO-Grippe-Abteilung, Keiji Fukuda; die Pandemie sei erst seit drei oder vier Monaten im Gange, und die Weltbevölkerung sei groß, das Problem werde also weiter zunehmen. Fukuda fügte hinzu, dass im September oder Oktober mit ersten Impfstoffen zu rechnen sei. Unterdessen bestellten die deutschen Bundesländer 50 Millionen Impfdosen. Experten erklärten, Deutschland habe damit relativ spät reagiert. Die Bestellung reicht für etwa 30 Prozent der Bevölkerung. Im Herbst soll eine Impfkampagne anlaufen; zunächst sollen besonders gefährdete Gruppen wie bestimmte Kranke und Beschäftigte im Gesundheitswesen geimpft werden. Britische Gesundheitsexperten warnten unterdessen vor schwierigen Verhältnissen in Krankenhäusern: Intensivbetten und Beatmungsgeräte könnten wegen der Schweinegrippe knapp werden.