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Geschichte der Kurden

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Geschichte der Kurden

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Die jüngere Geschichte der Kurden beginnt mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Hoffnung auf einen autonomen Staat. Durch den Zerfall des osmanischen Reiches rückte der Traum in greifbare Nähe. 1923 schlossen die Türken jedoch den Vertrag von Lausanne und zerschlugen alle Hoffnungen. Die Kurden lebten nun in vier verschiedenen Staaten: Syrien, Irak, Iran und der Türkei. Bemühungen der Türken, die rund 12 Millionen Kurden zu assimilieren, scheiterten.

Im Jahre 1984 beginnt die kurdische Arbeiterpartei PKK unter Abdullah Öcalan einen bewaffneten Kampf. Sie fordern einen unabhängigen Staat im Südosten der Türkei, wo die meisten Kurden leben. Am Ende des ersten Golfkrieges gehen die Iraker mit Giftgas gegen die Kurden im Norden des Landes vor. Die Bilder der Toten schocken die Welt. Bis zu 5.000 Menschen sterben. Am Ende des Krieges 1991 flüchten fast zwei Millionen Kurden vor Sadam Husseins Truppen in die Berge an der Grenze zum Iran und der Türkei. Tausende sterben an Hunger und Kälte. In den neunziger Jahren rückt die Türkei gegen PKK-Stellungen vor und sendet tausende Soldaten in den Nordirak, um den Aufstand niederzuschlagen. Die kurdischen Truppen beschuldigen die Türkei, wahlloser Gemetzel. Im Kurdenkrieg kommen bis Ende der 90er Jahre fast 30.000 Menschen ums Leben. Nach dem Fall von Sadam Husseins Regime werden vier Kurden in die Regierung berufen, darunter auch Barzani und Talabani, die ein neues Kapitel in der Geschichte der Kurden aufgeschlagen haben.