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Irans Opposition wirft Regierung Folter vor

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Irans Opposition wirft Regierung Folter vor

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Im Iran selbst hat der unterlegene Präsidentschaftsbewerber Mehdi Karoubi den Behörden Folter vorgeworfen. Sie sorgten sich um die “körperliche und seelische Gesundheit der Gefangenen”, schrieben Karoubi, der ebenfalls unterlegene Bewerber Mussawi und Ex-Präsident Khatami im Internet. Die Regierung sie illegitim, so die reformorientierten Politiker. Sie forderten die Freilassung der Inhaftierten. Bei den Massenprotesten waren während der vergangenen Wochen mindestens 20 Menschen getötet worden. Amnesty International schätzt die Zahl der Verhafteten auf 2000.

Unterdessen hat der umstrittene Präsident Mahmud Ahmadineschad einen weiteren Dämpfer erhalten: Sein Stellvertreter Esfandiar Rahim Mashaie trat auf Drängen des Obersten Führers Ajatollah Ali Chamanei zurück. Er war in die Kritik geraten, weil er den Iran früher als Freund des israelischen Volkes bezeichnet hatte. Ahmadinedschad hatte eine Entlassung Mashaies abgelehnt, dessen Tochter mit seinem Sohn verheiratet ist.