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Präsident geht als Favorit in die Wahlen

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Präsident geht als Favorit in die Wahlen

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In der kurdischen Autonomieregion im Nordirak haben die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen begonnen. Als Favorit geht der bisherige Amtsinhaber Massud Barzani ins Rennen. Rund zweieinhalb Millionen Stimmberechtigte sind dazu an die Urnen gerufen. Auch der irakische Präsident Jalal Talabani gab seine Stimme ab.

Die Wahl wird von neuen Spannungen mit der Zentralregierung in Bagdad überschattet. Grund sind kurdische Gebietsansprüche. So wollen die Kurden die erdölreiche Region Kirkuk und andere von Kurden besiedelte Gebiete annektieren. Sie begründeten die Ansprüche damit, dass sie von Ex-Diktator Saddam Hussein aus diesen Regionen vertrieben worden waren. Ende Juni hatte das Regionalparlament einen entsprechenden Verfassungsentwurf für die kurdische Autonomieregion verabschiedet, der das Verhältnis der Kurden zu den Arabern und Turkmenen extrem belastet. Der Konflikt gilt als größte Bedrohung für die Stabilität des Irak. Seit 1991 verfügen die Kurden im Irak über ein de facto eigenständiges Gebiet.