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Wald- und Buschbrände in Südeuropa

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Wald- und Buschbrände in Südeuropa

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In Südeuropa wüten weiterhin zahlreiche Wald- und Buschbrände – bei anhaltend hohen Temperaturen und andauernder Trockenheit. Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika wurden bereits mehr als 5000 Hektar Land verwüstet.

Hier habe es schon früher gebrannt, sagte ein Mann bei einer Löschaktion, 1983 sei das gewesen: Man habe die Lektion von 1983 nicht gelernt. Besonders schwer betroffen ist derzeit Italien. Am Vormittag war noch von landesweit acht Brandherden die Rede, am Nachmittag dann schon von siebzehn. Die meisten Wald- und Buschbrände wurden von den großen Mittelmeerinseln Sardinien und Sizilien gemeldet, und aus der südlichen Festlandsregion Kalabrien. Vielerorts wird als Ursache Brandstiftung vermutet.

In Spanien und Griechenland sind die Brände weitgehend unter Kontrolle. Spanien hatte in den vergangenen Tagen besonders stark gelitten. Neun Menschen kamen dort durch die Feuersbrünste ums Leben; gestern erlag ein Feuerwehrmann seinen schweren Verletzungen, die er bei Löscharbeiten nahe Tarragona an der Costa Dorada erlitten hatte. Der dortige Brand war durch Blitzschlag ausgelöst worden; er vernichtete rund 1200 Hektar Wald. Insgesamt haben die Waldbrände in Spanien bereits rund 37 000 Hektar Land verwüstet, fast soviel wie im gesamten Vorjahr.