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Washington kritisiert Zelaya

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Washington hat den Rückkehr-Versuch des gestürzten honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya kritisiert. Aus Nicaragua kommend hatte er kurzfristig die honduranische Grenze überschritten. Begleitet von Reportern und Unterstützern feierte er seine symbolische Rückkehr. Nach einer Stunde zog er sich jedoch wieder zurück, um eine Konfrontation mit den Sicherheitskräften zu vermeiden. Die Interimsregierung hatte damit gedroht, Zelaya festzunehmen. Der bereits zweite Rückkehrversuch ereignete sich in der Ortschaft Los Manos.

US-Außenministerin Hillary Clinton sagte, die USA unterstützten eine friedliche Lösung der Krise. Man habe beständig alle Parteien dazu aufgerufen, jegliche Provokationen zu vermeiden. Zelayas Aktion sei unbekümmert gewesen. Einen Vermittlungsversuch des costaricanischen Präsidenten Oscar Arias war gescheitert. Daraufhin begab sich Zelaya in einer Wagenkolonne zur honduranischen Grenze. Zum Glück sei es nur ein kurzer Abstecher gewesen, der keine Konsequenzen nach sich gezogen hätte, erklärte Arias. Dies sei nicht der richtige Weg, die honduranischen Menschen auszusöhnen. Unterdessen demonstrierten in der Hauptstadt Tegucigalpa tausende Menschen gegen die Rückkehr von Zelaya. Sie unterstützen den Übergangspräsidenten Roberto Micheletti. Das Militär hatte Zelaya vor einem Monat festgenommen und ins Exil gebracht.