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Friedliche Wahlen im Nordirak

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Friedliche Wahlen im Nordirak

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Rund zweieinhalb Millionen Menschen haben in der autonomen Kurdenregion im Nordirak einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament gewählt. Der Urnengang verlief ohne größere Zwischenfälle. Die Wahlbeteiligung liegt bei über 70 Prozent, sagte ein Mitglied der Wahlkommission.

Auch Iraks Präsident Dschala Talabani gab seine Stimme ab. Seine Partei, die PUK (Patriotische Union Kurdistans) und die KDP, die (Kurdische Demokratische Partei) dürften sich auch weiterhin die 111 Sitze im Parlament weitgehend teilen. Der Präsident der autonomen Kurdenregion Barsani wird offenbar weiterhin im Amt bleiben, obwohl es Spannungen mit der Zentralregierung in Bagdad gibt. Hintergrund sind kurdische Gebietsansprüche, die über die Autonomieregion weit hinausgehen und im Entwurf einer neuen Verfassung vorliegen. Die Gebietsansprüche umfassen unter anderem auch die erdölreiche Provinz Kirkuk. Bereits seit 1991 genießt die Region im Nordirak dank eines US-Schutzschildes eine weitgehende Selbstständigkeit. Das endgültige Wahlergebniss soll in einigen Tagen vorliegen.