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20.000 fordern "Keep Walking, Johnny Walker"

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20.000 fordern "Keep Walking, Johnny Walker"

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“Keep Walking, Johnny Walker” haben 20.000 Demonstranten im schottischen Kilmarnock gefordert. Am Stammsitz der Whisky-Marke mit dem schreitenden Mann will der Mutterkonzern Diageo eine Abfüllanlage schließen. 700 Jobs stehen auf dem Spiel. Für die Menschen in Kilmarnock aber geht es um mehr. Sie kamen zahlreich, um für den Standort zu kämpfen, darunter auch der Schottlands Regierungschef:

“Der Erfolg von schottischem Whiskey hängt von seiner Integrität ab, seiner Herkunft, seinem Ruf. Der Diageo-Konzern zerstört diesen Ruf und zukünftigen Erfolg, wenn er sich von Orten wie Kilmarnock abwendet”, sagte der Erste Minister, Alex Salmond. 200 weitere Jobs sollen durch die Schließung einer Destillerie in Glasgow wegfallen, andernorts 400 neue entstehen. Bei Gewerkschaftern wie Len McCluskey, dem Generalsekretär der Unite Union, gibt es dafür kein Verständnis: “2,2 Milliarden Pfund Gewinn letztes Jahr – die haben keinen Grund Familien und Gemeinschaften Schaden zuzufügen. Das sehen ihre Pläne vor, aber dazu wird es nicht kommen.” Gut 100 Millionen Euro will der weltgrößte Spirituosen-Produzent investieren und Johnny Walker statt an dre künftig nur noch an zwei Standorten abfüllen. Dafür müsste er sogar das Etikett ändern. Da steht Johnny-Walker: Seit 1820. Aus Kilmarnock.