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Briten wollen mit gemäßigten Taliban reden

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Briten wollen mit gemäßigten Taliban reden

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Kurz vor der Präsidentenwahl in Afghanistan setzt sich Großbritannien dafür ein, mit gemäßigten Aufständischen zu reden. Um Afghanistans Zukunft zu sichern, brauche man neben dem Militäreinsatz auch eine politische Lösung, sagt der britische Außenminister.

Am NATO-Sitz in Brüssel hebt David Miliband auch hervor, man sei an einem entscheidenden Punkt, sowohl für die afghanische Geschichte als auch für die Arbeit der NATO. Zum ersten Mal seit den Siebzigern finde eine Wahl unter afghanischer Leitung statt, sagt Miliband weiter; sie müsse glaubwürdig sein und alle einbeziehen. Man werde alles tun, um einen fairen Wahlverlauf zu sichern – mit zusätzlichen Soldaten ebenso wie mit Beobachtern. Die britische Regierung zieht dabei Parallelen zum Geschehen früher in Nordirland: Dort habe man ebenfalls militärischen Druck ausgeübt, aber auch die Tür aufgehalten zu einer politischen Lösung. In Afghanistan ist der laufende Monat allerdings bisher der blutigste für die ausländischen Truppen, mit fast siebzig toten Soldaten. Weit über zweihundert sind es seit Jahresbeginn.