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EU verlängert Beobachtereinsatz in Georgien

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EU verlängert Beobachtereinsatz in Georgien

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Die Europäische Union verlängert ihre Beobachtermission in Georgien um ein Jahr. An diesem Einsatz nehmen mehr als zweihundert Männer und Frauen teil; sie bleiben nun vorerst bis Mitte September nächsten Jahres. Die Verlängerung wurde in Brüssel von den EU-Außenministern beschlossen.

Die Beobachter sollen in Georgien den Waffenstillstand überwachen. Das Land hatte letzten Sommer versucht, das abtrünnige Gebiet Südossetien zurückzuerobern. Es kam zu einem kurzen Krieg mit dessen Verbündetem Russland, den Georgien verlor. Südossetien erklärte sich für unabhängig – ebenso wie ein zweites Gebiet, Abchasien. Außer Russland hat das aber kaum ein Land anerkannt. Offen bleibt die Frage, ob sich an der EU-Mission auch andere Länder beteiligen sollten, vor allem die USA. Darüber wollen die Minister erneut im Herbst beraten. Vor allem Georgien selbst verspricht sich mehr Sicherheit durch amerikanische Beobachter. Manche EU-Länder wollen aber durch eine solche Beteiligung nicht Russland verärgern, das Amerikas Einfluss in Georgien kritisch sieht.