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Deutsche Bank enttäuscht Anleger

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Deutsche Bank enttäuscht Anleger

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Die Deutsche Bank hat enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt. Zwar konnte der Branchenprimus mit einem Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro die Prognosen der Analysten sogar noch toppen, doch macht den Börsianern vor allem die extrem gestiegene Risikovorsorge des Instituts Kummer.

Konzernchef Josef Ackermann gab an, längerfristig betrachtet sei die Deutsche Bank gut gerüstet, um die Gelegenheiten eines verbesserten Geschäftsumfelds zu nutzen. Laut dem Präsident des deutschen Anlegerschutzbundes, Klaus Nieding, gibt es noch lange keinen Grund zur Entwarnung. Nieding sagte: “Wir haben einen sehr heißen Herbst und einen sehr heißen Winter vor uns. Stichworte hier: Arbeitslosenzahlen werden möglicherweise steigen, Konsum wird einbrechen. Das schlägt dann auch wieder auf das Bankengeschäft zurück. Möglicherweise Kreditausfälle, Klumpenrisiken. Da müssen wir abwarten, ob wir nicht eine zweite Stufe der Finanzkrise gezündet bekommen.” Bereits kurz nach Eröffnung des Handels rutschte der Aktienkurs der Deutschen Bank tief ins Minus.