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EU sorgt sich um verspätetes Fluggepäck

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EU sorgt sich um verspätetes Fluggepäck

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Die EU hat in Europa ein neues Problem ausgemacht: verspätetes Fluggepäck. Um dieses Problem zu belegen, zitiert die EU-Kommission eine beeindruckende Reihe von Zahlen.

Allerdings stammen diese Zahlen aus Angaben verschiedener Verbände; darunter auch nur Schätzungen. Das bringt mit sich, dass sie untereinander nicht vergleichbar sind. Unter den Zahlen, die EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani nennt, stechen die gut vierzig Millionen Taschen hervor, die 2007 weltweit verspätet ankamen oder verlorengingen. 2008 waren es dann aber weitaus weniger. Für Flughäfen innerhalb der EU nennt der Kommissar dagegen eine Zahl, die sich zwar auf 2008 bezieht, aber nur auf die Monate Januar bis Oktober. In dieser Zeit kamen demnach 4,6 Millionen Gepäckstücke verspätet oder gar nicht an. Allerdings tauchen fast alle dieser Gepäckstücke schnell wieder auf. Manche Taschen werden einfach nicht ins Flugzeug eingeladen, andere kommen nicht mit, wenn die Zeit beim Umsteigen zu kurz ist. In der Hälfte der Fälle ist das die Ursache. Für immer verschwindet letztlich nur ein Bruchteil aller Taschen – zwei Prozent der zunächst vermissten Gepäckstücke. In der Pressemitteilung der EU-Kommission ist die Rede von einer unhaltbaren Situation. Trotzdem bleibt die Kommission vorerst gelassen: Sie verspricht aber, die Lage weiterhin genau zu beobachten. Außerdem kündigte der Verkehrskommissar für nächstes Jahr eine Konferenz an. Dazu kommt ab Herbst eine Untersuchung, die sich mit den Beschränkungen für Handgepäck befassen soll.