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Erneut Parlamentswahl in der ex-Sowjetrepublik

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Erneut Parlamentswahl in der ex-Sowjetrepublik

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In der früheren Sowjetrepublik Moldawien wird heute nochmals ein neues Parlament gewählt, knapp vier Monate nach dem vorigen Wahlgang, der zu blutigen Straßenkrawallen geführt hatte.

Die vorgezogene Wahl wurde notwendig, weil das am 5. April bestimmte Parlament sich auf keinen Nachfolger für den Präsidenten einigen konnte. Die liberale Opposition hofft, die achtjährige Alleinregierung der Kommunisten unter Vladimir Voronin diesmal zu beenden.

Die Opposition hatte die Präsidentenwahl im Parlament geschlossen boykottiert. Zur vorgezogenen Neuwahl der Kammer wurden die Wahllokale in der Hauptstadt Chisinau um 6.00 Uhr MESZ (7.00 Uhr Ortszeit) geöffnet. Um 20.00 Uhr MESZ werden sie geschlossen. Anschließend werden erste Prognosen und in der Nacht auch Hochrechnungen erwartet.

Sie wähle immer, sagt diese Einwohnerin von Chisinau; sie stimme heute für Frieden zwischen den Menschen und für ein Ende des Konflikts.

Das zwischen prorussischen und prowestlichen Kräften hin und her gerissene Land ist eines der ärmsten in Europa. Nach der Parlamentswahl im April kam es in Chisinau zu schweren Ausschreitungen mit Brandschatzungen von Regierungsgebäuden und Plünderungen. Die Opposition hatte den Behörden Wahlfälschung vorgeworfen. Internationale Wahlbeobachter bezeichneten die Abstimmung als mit Abstrichen demokratisch.