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Exil-Uiguren erheben schwere Vorwürfe

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Exil-Uiguren erheben schwere Vorwürfe

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Nach den blutigen Unruhen von Xinjiang Anfang des Monats erheben Uigurenvertreter im Exil erneut schwere Vorwürfe gegen Chinas Regierung.

Die bekannteste Vertreterin der Auslandsuiguren spricht jetzt davon, dass während der Unruhen fast zehntausend Menschen verschwunden seien, im Laufe einer einzigen Nacht. Von der Regierung fordert Rebiya Kadir Aufklärung darüber, was mit diesen Menschen geschehen sei. Die muslimisch geprägten Uiguren leben im nordwestlichen Xinjiang. Allerdings werden sie dort allmählich zur Minderheit, weil sich seit langem ethnische Chinesen ansiedeln. Ähnlich wie die Tibeter sehen das auch die Uiguren als Bedrohung ihrer Identität. China fühlt sich seinerseits ebenso bedroht: In Xinjiang sieht es einen Unruheherd und die Heimat von Separatisten. Bei einem USA-Besuch erwähnt Vizeaußenminister Wang Guangya die Unruhen und spricht von einem gewaltsamen terroristischen Vorgehen, bei dem geprügelt, zerstört und gebrandschatzt worden sei. Bei den Ausschreitungen starben nach offiziellen Angaben fast zweihundert Menschen. Exiluiguren nennen weit höhere Zahlen. Wieviele der Toten Uiguren waren und wieviele Chinesen, ist unbekannt.