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Nigerias Präsident sieht Lage unter Kontrolle - doch Kämpfe gehen weiter

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Nigerias Präsident sieht Lage unter Kontrolle - doch Kämpfe gehen weiter

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In Nord-Nigeria gehen die Kämpfe zwischen Sicherheitskräften und radikalen Islamisten weiter. Seit Sonntag kamen mindestens 150 Menschen bei den Unruhen ums Leben. Einige Quellen sprachen von weit über zweihundert Todesopfern. Polizei und Militär griffen an diesem Dienstag in der Stadt Maiduguri Häuser an, in denen sich Mitglieder einer radikal-islamischen Sekte verschanzt hatten. Diese sollen auf jeden Umstehenden geschossen haben.

Präsident Umaru Yar’Adua erklärte vor seiner Abreise zu einem Besuch in Brasilien, die Situation in den betroffenen Staaten im Norden sei unter Kontrolle und die Operation werde die islamistische Bewegung ein für allemal ruhigstellen. In den vier betroffenen Staaten im Norden leben überwiegend Muslime, im Süden konzentriert sich die christliche Bevölkerung. Die vier gehören zu dem Dutzend Staaten, die die Scharia, das islamische Recht, ausgeweitet haben. Die militanten Islamisten wollen dies auch für den Rest des Landes durchsetzen. Nach der Festnahme von Glaubensgenossen hatten sie am Sonntag mit Angriffen auf Polizeistationen, Behörden und Kirchen eine Welle der Gewalt losgetreten.