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Schwerer Anschlag auf spanische Polizeikaserne

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Schwerer Anschlag auf spanische Polizeikaserne

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Bei einem Sprengstoffanschlag sind in Spanien mehr als sechzig Menschen verletzt worden. Ziel des Anschlag war eine Polizeikaserne in der nordspanischen Stadt Burgos.

Zu der Kaserne gehört auch ein Wohnblock, der stark beschädigt wurde. Unter den Verletzten sind nach Regierungsangaben daher auch sechs Kinder und zwei schwangere Frauen. Die meisten Opfer wurden durch Glassplitter verletzt; alle haben die Krankenhäuser inzwischen wieder verlassen. Der Sprengsatz war in einem Lieferwagen versteckt und explodierte ohne Vorwarnung um vier Uhr morgens. Zu dieser Zeit schliefen in dem Gebäude 120 Menschen. Viele der Bewohner sind zur Zeit im Urlaub. Spaniens Regierung macht für den Anschlag die ETA verantwortlich. Die Gruppierung kämpft seit Jahrzehnten mit Gewalt für ein unabhängiges Baskenland; Burgos ist vom Baskenland nicht weit entfernt. Allerdings kündigt die ETA ihre Anschläge für gewöhnlich durch einen Anruf an. Die Behörden rechnen zur Zeit mit derartigen Anschlägen, weil die Gründung der ETA diese Woche fünfzig Jahre her ist.