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Streik in Südafrika

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Streik in Südafrika

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Seit drei Tagen sind in Südafrika Tausende Angehörige des öffentlichen Dienstes im unbefristeten Streik. Sie fordern 15 Prozent mehr Lohn. Über das Angebot der Arbeitgeber, sofort 11, 5 Prozent mehr zu zahlen und ab Januar 13 Prozent wollen die beiden Gewerkschaften Samwu und Imatu heute beraten. Ein Streik der Minenarbeiter ist am Dienstag durch eine Einigung mit den Arbeitgebern im letzten Moment abgewendet worden. Am Montag war es in Johannesburg und im Norden des Landes zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen, dabei waren 12 Demonstranten verletzt und 30 festgenommen worden. Begonnen haben die Proteste vor einer Woche in zwei Townships nach einer Ankündigung der Behörden, illegale Siedlungen abzureißen. Sie richten sich gegen Südafrikas Präsidenten Jacob Zuma, dem die Armen des Landes vor drei Monaten zu einem haushohen Wahlsieg verholfen hatten, in der Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Lebenssituation. Südafrika durchlebt derzeit die schlimmste Wirtschaftskrise seit 17 Jahren.