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Uiguren-Führerin erhebt schwere Vorwürfe

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Uiguren-Führerin erhebt schwere Vorwürfe

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10.000 uigurische Demonstranten sind in einer einzigen Nacht spurlos aus Urumqi, der Hauptstadt der nordwestchinesischen Region Xinjiang, verschwunden. Das behauptete Rebiya Kadeer, die Vorsitzende des Weltkongresses der Uiguren im Exil, heute in Tokio. Offiziell wurden bei den Auseinandersetzungenzwischen Uiguren und Han-Chinesen Anfang Juli 197 Menschen, großenteils Han-Chinesen, von Uiguren getötet und 1.200 Personen festgenommen.

“Wir sind sehr enttäuscht über die Reaktion der USA angesichts der Gewalt. Wir fanden sie sehr kalt. Nur die Türkei hat China verurteilt, der Rest der Welt blieb stumm. Ich bin nach Japan gekommen, um das Volk und die Regierung hier zu einer Untersuchung der Ereignisse aufzufordern”, so Kadeer. Die Kämpfe zwischen dem Turkvolk der Uiguren und den Han-Chinesen waren die schlimmsten ethnischen Konflikte seit Jahrzehnten in der Region. China bezichtigt Rebiya Kadeer, die Uiguren aufgewiegelt zu haben und hat aus Protest gegen ihren Auftritt in Tokio den japanischen Botschafter einbestellt.