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Moldawien: Machtwechsel zeichnet sich ab

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Moldawien: Machtwechsel zeichnet sich ab

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Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Moldawien haben die regierenden Kommunisten nach Nachwahlbefragungen deutliche Verluste erlitten. Danach kommen sie nur noch auf ca. 41 Prozent, das sind gut zehn Prozentpunkte weniger als bei der Wahl Anfang April. Sie sind damit weit davon entfernt, im Parlament aus eigenener Kraft einen Nachfolger für den scheidenden kommunistischen Präsidenten Wladimir Woronin zu wählen.

Dieser sagte, er würde die offiziellen Ergebnisse der Wahlkommission akzeptieren. Es werde keine Massenproteste geben, sondern die Partei werde den Willen des Volks respektieren. Anders die pro-westliche Opposition. Sie warnte vor Aktionen, falls das offizielle Wahlergebnis stark von ihrer parallel geführten Auszählung abweichen sollte. Wegen der erwarteten Verluste der Kommunistien haben die Oppositionsparteien bereits angekündigt, eine breite Koalition einzugehen. Nach dem offiziellen Ergebnis muss also voraussichtlich ein Kompromiss für die Bildung einer demokratischen Regierung und die Wahl eines Präsidenten gefunden werden.