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Prowestliche Opposition gewinnt Parlamentswahl

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Prowestliche Opposition gewinnt Parlamentswahl

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Die frühere Sowjetrepublik Moldawien steht vor einem Machtwechsel: Die prowestliche Opposition besiegte bei der vorgezogenen Parlamentswahl die seit acht Jahren regierenden Kommunisten. Doch um sie abzulösen, müssen vier Oppositionsparteien eine Koalition bilden. Stärkste dieser vier wurde mit gut 16 Prozent der Stimmen die Liberaldemokratische Partei Moldawiens. Ihr Vorsitzender Vlad Fiat drückte die Hoffnung aus, dass die Kommunistische Partei genügend Reife und Einsicht in die nationalen Interessen zeigen werde, – wenigsten diesmal, wie er hinzufügte: Sie möge die Macht abgeben, wie es das Gesetz vorsehe, und in die Opposition gehen.

Die Kommunistische Partei von Präsident Vladimir Voronin hatte nach Auffassung der Opposition schon die vorige Abstimmung im April verloren. Sie wurde zwar auch diesmal stärkste Kraft, doch mit nur 45 Prozent der Stimmen. Die Wähler waren erneut an die Urnen gerufen worden, weil sich das im April gewählte Parlament auf keinen neuen Staatspräsidenten einigen konnte. Doch auch in der neuen Kammer hat kein Lager die zur Präsidentenwahl erforderliche Mehrheit.