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Streit um britische Untersuchungskommission zum Irakkrieg

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Streit um britische Untersuchungskommission zum Irakkrieg

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Nachdem die meisten britischen Truppen den Irak verlassen haben soll sich nun eine Untersuchungskommission mit den Fehlern in diesem umstrittenen Krieg beschäftigen. Aber auch um die Untersuchungskommission gibt es Streit. Sie solle unter Ausschluß der Öffentlichkeit tagen, hatte Premierminister Gordon Brown angekündigt.

Und sie soll ihren Bericht erst nach den Parlamentswahlen vorlegen, die spätestens Ende Mai 2010 stattfinden. Die Opposition im Unterhaus ist ebenso wie viele Gegner des Irakkrieges gegen absolute Geheimhaltung. Dem damaligen Premier Tony Blair wird vorgeworfen, mit dem Einmarsch im Irak im März 2003 gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben. Seine Regierung hatte behauptet, der Irak bedrohe die Welt mit Massenvernichtungswaffen. Ein Wissenschaftler, der öffentlich von unseriös aufgebauschten Geheimdienstberichten sprach, starb unter mysteriösen Umständen. Die Anti-Kriegs-Demonstranten von damals fordern heute Aufklärung, ebenso die Hinterbliebnen der im Irak ums Leben gekommenen Briten.