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Taliban fordern Boykott der Präsidentenwahl

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Taliban fordern Boykott der Präsidentenwahl

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Die radikalislamischen Taliban-Rebellen haben zum Boykott der afghanischen Präsidentenwahl aufgerufen, die am 20.August abgehalten werden soll. In einer per e-mail verbreiteten Verlautbarung heißt es, jeder Afghane und jeder Moslem habe die Pflicht, diesen von den Amerikanern aufgezwungenen Prozess zu boykottieren und sich dem Heiligen Krieg gegen die Besatzungsmacht anzuschließen, um das Land zu befreien.

Vor wenigen Tagen hatten britische und afghanische Truppen in der südlichen Provinz Helmand eine Großoffensive gegen die Taliban beendet. Die Provinz gilt als Hochburg der Taliban.

Unterdessen versicherte der britische Außenminister Miliband in Washington, Großbritannien bleibe dem Afghanistan-Einsatz verpflichtet: Die britische Bevölkerung verstehe, dass Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban Brutstätte des internationalen Terrorismus gewesen sei.

Doch laut Umfragen wünscht eine Mehrheit der Briten den schnellstmöglichen Abzug aus dem Land. In diesem Monat sind in Afghanistan bereits 22 britische Soldaten ums Leben gekommen, mehr als je zuvor seit Beginn des Einsatzes vor fast acht Jahren.