Eilmeldung

Eilmeldung

Abtreibungspille in Italien zugelassen

Sie lesen gerade:

Abtreibungspille in Italien zugelassen

Schriftgrösse Aa Aa

Frauen, die eine Schwangerschaft abbrechen wollen, haben es in Italien nun etwas leichter. Die italienische Arzneimittelbehörde hat die Abtreibungspille RU 486 freigegeben. Mit der Pille, in Deutschland unter dem Namen Mifegyne bekannt, kann bis zum 49. Tag des Zyklus eine Schwangerschaft ohne operativen Eingriff abgebrochen werden. Gar nicht zufrieden ist mit dieser Neuerung die katholische Kirche.

“Das menschliche Leiden kann man auf diese Weise nicht beseitigen, man kann Frauen auf diese Weise nicht helfen. Wir brauchen neues Leben und mehr Kinder und hier schlagen wir die entgegengesetzte Richtung ein”, so Elio Sgreccia, ehemaliger Vorsitzender der Vatikans-Akademie für das Leben. Die Kirche lehnt jede Art von Abtreibung ab und droht Ärzten, betroffenen Frauen und etwaigen Helfern mit Exkommunikation, wenn sie zur Abtreibungspille greifen. “Was die Exkommunizierung angeht, so ist das nichts Neues. Sie gilt für alle Arten von Abtreibung, denn das ist eine Handlung, mit der sich der Gläubige gegen die Kirche stellt”, sagt Sgreccia. Abtreibung ist in Italien innerhalb der ersten 90 Tage der Schwangerschaft erlaubt. Mehr als die Hälfte aller Ärzte weigert sich jedoch, Abtreibungen vorzunehmen. Die Abtreibungspille ist in den meisten Ländern Europas schon lange zugelassen.