Eilmeldung

Eilmeldung

ETA- von Freiheitskämpfern zu Terroristen

Sie lesen gerade:

ETA- von Freiheitskämpfern zu Terroristen

Schriftgrösse Aa Aa

Gegründet worden war die ETA vor 50 Jahren als Instrument des Widerstandes gegen ihn – Diktator Francisco Franco. Die drei Buchstaben ETA stehen für “Euskadi Ta Askatasuna” , das heißt “Baskenland und Freiheit”.

Als bei einem ETA-Anschlag im Dezember 1973 Francos designierter Nachfolger Luis Carrero Blanco getötet wurde, galten die Täter weithin als Freiheitskämpfer. Knapp zwei Jahre später starb Franco und Spanien wurde demokratisch, das Baskenland erhielt mehr Autonomierechte als je zuvor. Nur mochte die ETA diesen Weg nicht mitgehen. Die Anschläge trafen jetzt einfache Bürger – wie hier 1987 in einem Supermarkt in Barcelona. “Vergesellschaftlichung des Schmerzes” heißt die zynische ETA-Begründung dafür. Ihre über lange Jahre sicheren Rückzugsgebiete hatte die ETA gleich hinter der Grenze in Frankreich. Erst in Zusammenarbeit mit den französischen Behörden gelang es seit den 90er Jahren, hier Führungskräfte der ETA festzunehmen. Doch noch war die ETA stark genug, um bei Geschäftsleuten im Baskenland die sogenannte “Revolutionssteuer “ zu erpressen und gezielt Polizisten, Beamten und andere Staatsdiener zu ermorden. Der Terror der ETA erinnert in manchen Elementen an die deutsche RAF Ende der 70er Jahre. Da wurden Terroristen festgenommen und verurteilt – und um sie freizupressen mordeten die Gefolgsleute weiter. Mit diesem Trauermarsch ehrten die Spanier 1997 den 29jährigen Stadtrat Angel Blanco, der entführt und ermordet wurde, als sich der Staat nicht erpressen ließ.